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JKCEMU als ZX Spectrum Emulator

Für den Sinclair ZX Spectrum gab es in der DDR mehrere Nachbauprojekte, z.B. KUB64, Spectral, ZX-HFO und ZX-Jena. Insbesondere der von der Erfurter Firma Hübner Elektronik vertriebene Spectral erreichte eine größere Verbreitung, u.a. weil er vollständig zu einem ZX Spectrum 48K kompatibel ist und auch zu einem ZX Spectrum 128K erweitert werden konnte.


Bildschirmfoto der ZX Spectrum Emulation

1. Emulierte Hardware

Je nach Einstellung werden emuliert:

1.1. Tastatur

Beim ZX Spectrum gibt es mehrere Eingabemodi, weshalb die Tasten mehrfach benutzt werden. Das Tastenmapping im Emulator ist zwar so gestaltet, dass es für den Anwender möglichst einfach ist, jedoch sind aufgrund der verschiedenen Eingabemodi nicht alle Zeichen direkt eingebbar. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie die verschiedenen Eingabemodi kennen:

Die wichtigsten Zeichen sind direkt über die gleichnamigen Tasten eintippbar. Bei einigen Zeichen muss eine der beiden Shift-Tasten (CAPS SHIFT bzw. SYMBOL SHIFT) zusammen mit der eigentlichen Zeichentaste betätigt werden. Für etwas seltener benutzte Zeichen ist es erforderlich, zuerst den sogenannten Extended Mode einzuschalten (gleichzeitiges Drücken von CAPS SHIFT und SYMBOL SHIFT) und erst danach die eigentliche Zeichentaste (ggf. zusammen mit einer Shift-Taste) zu betätigen. Für den ZX Spectrum 48K ist weiter unten eine Tabelle angegeben, die die verschiedenen Eingabemodi detailliert erläutert. Beim ZX Spectrum+ 128K wurden einige Steuertasten hinzugeügt, die beim 48K nur mit Tastenkombinationen erreichbar sind. Dadurch sowie durch das neue 128 BASIC sind die Eingaben beim ZX Spectrum+ 128K etwas einfacher geworden.

Der Emulator unterstützt die verschiedenen Eingabemodi folgendermaßen:

Beim gleichzeitigen Drücken von Strg bzw. CTRL und Shift wird das gleichzeitige Drücken von CAPS SHIFT und SYMBOL SHIFT (Extended Mode) emuliert, woraufhin beim 48 BASIC üblicherweise der E-Cursor erscheint.

Die beiden Tasten CAPS SHIFT und SYMBOL SHIFT können auch einzeln mit den Funktionstasten F5 und F6 betätigt werden.

Zusätzlich zu den o.a. Eingabemodi können einige Symbole/Funktionen auch einfacher eingegeben werden:

Text/Symbol auf der originalen Tastatur Zu drückende Taste(n) auf der Tastaur des Emulatorrechners
Cursor links
Cursor runter
Cursor rauf
Cursor rechts
EDITF1
CAPS LOCK F2
TRUE VIDEO F3
INV. VIDEO F4
CAPS SHIFT F5 (wenn CAPS SHIFT als einzelne Taste gedrückt werden soll),
sonst Shift + ...
SYMBOL SHIFT F6 (wenn SYMBOL SHIFT als einzelne Taste gedrückt werden soll),
sonst Strg / CTRL + ...
GRAPHICSF9
DELETE Entf / Del


1.1.1. Tastatur des ZX Spectrum 48K

Bildschirmfoto der ZX Spectrum 48K Tastatur

Zeichen/Text auf der originalen Tastatur Zu drückende Taste(n) auf der originalen Tastaur Zu drückende Taste(n) auf der Tastaur des Emulatorrechners
Großes weißes Zeichen auf der Taste nur diese Taste Gleich bezeichnete Buchstabentaste
Kleiner weißer Text auf der Taste
(BASIC-Kommando, nur beim K-Cursor relevant)
nur diese Taste Gleich bezeichnete Buchstabentaste
Roter Text auf der Taste SYMBOL SHIFT + Taste Wenn das Zeichen auf der Emulatortastatur vorhanden ist, dann dieses eingeben,
sonst Strg + gleich bezeichnete Buchstabentaste
Weißer Text über der Taste (nur erste Tastenreihe) CAPS SHIFT + Taste F1 bis F4, F9, Entf (Del) oder Cursor-Tasten
Ab zweiter Tastenreihe grüner Text über der Taste
(BASIC-Funktion, nur beim L-Cursor relevant)
CAPS SHIFT + SYMBOL SHIFT Zuerst Strg / CTRL + Shift, danach nur die gleich bezeichnete Buchstabentaste
Roter Text unter der Taste Zuerst CAPS SHIFT + SYMBOL SHIFT,
dann SYMBOL SHIFT + Taste
Zuerst Strg / CTRL + Shift, danach Strg + gleich bezeichnete Buchstabentaste

2. Sonstiges

2.1. Sound-/Kassettenausgabe

Zum Hören, Ausgeben oder Aufzeichnen der Ton- bzw. Kassettenausgabe müssen Sie das Fenster Audio/Kassette öffnen und darin eine entsprechende Funktion aktivieren. Die Funktion des Reiters Ausgang Sound-Generator/Lautsprecher unterscheidet sich bei den beiden emulierten Spectrum-Modellen. Beim ZX Spectrum 48K hören Sie die Töne, die über das Bit EAR (Bit 4) des Ausgabetors FEh ausgegeben werden. Beim ZX Spectrum+ 128K hören Sie dagegen die Ausgaben des Sound-Generators AY-3-8912.

Die Funktionalität des Reiters Ausgang Kassette ist dagegen bei beiden emulierten Spectrum-Modellen gleich. Es werden sowohl die mit dem Bit MIC (Bit 3, gewöhnlich benutzt zum Speichern auf Kassette) als auch die mit dem Bit EAR (Bit 4, gewöhnlich benutzt für Tonausgaben) erzeugten Signale ausgegeben bzw. gespeichert. Wenn Sie also einen ZX Spectrum+ 128K emulieren lassen und darin Programme ausführen, die zur Tonausgabe den Port FEh nutzen (z.B. Programme für den ZX Spectrum 48K), müssen Sie zum Hören dieser Töne eine Funktion im Reiter Ausgang Kassette aktivieren.

2.2. Unterstützte Dateiformate

Die vorallem bei ZX-Sprectrum-Emulatoren gebräuchlichen Dateiformate CSW (*.csw), TZX (*.tzx) und ZX-TAP (*.tap) werden hier Tape-Dateien genannt und können mit der Funkltion Audiodaten aus Sound- oder Tape-Datei lesen im Fenster Audio/Kassette in JKCEMU geladen werden. Schreibunterstützung gibt es für CSW- und TZX-Dateien mit der Funktion Audiodaten aufnehmen und in Datei speichern.

2.3. BASIC-Programm in einer Sound- oder Tape-Datei speichern

Zum Speichern eines BASIC-Programms in eine Sound- oder Tape-Datei wird folgende Vorgehensweise empfohlen:
  1. Kommando zum Speichern auf Kassette eingeben (SAVE "name") und Enter drücken,
    Es erscheint eine Meldung, dass man den Kassettenrecorder starten und anschließend eine Taste drücken soll.
  2. Audiofunktion Audiodaten aufnehmen und in Datei speichern aktivieren
  3. Fenster mit dem emulierten ZX Spectrum wieder aktiviern und eine Taste drücken.
  4. Nachdem der emulierte ZX Spectrum mit dem Speichern fertig ist, die Audiofunktion deaktivieren und die Aufnahme speichern

Bei einer anderen Vorgehensweise kann es bei langsamer Bedienung vorkommen, dass der Emulator das Ende der Datenausgabe erkennt, bevor Sie das Kommando zum Speichern eingegeben haben und dadurch die Audiofunktion automatisch beendet wird.

© 2013-2017 Jens Müller