[ Zu JKCEMU ]


JKCEMU als BCS3-Emulator

Der BCS3 ist ein von Eckhard Schiller entwickelter Selbstbaucomputer, dessen Bauanleitung 1985 in der Zeitschrift Radio Fernsehen Elektronik erschienen ist. Der Computer zeichnet sich durch ein ausgefuchstes Konzept aus, welches trotzt minimalem Bauelementeaufwand eine akzeptable Rechenleistung bietet.


Bildschirmfoto der BCS3-Emulation

1. Emulierte Hardware


1.1. Bildschirmausgabe

Beim BCS3 wird das Bildsignal maßgeblich durch eine zyklisch aufgerufene Software-Routine erzeugt. Diese Routine liest die auszugebenden Zeichen aus dem Arbeitsspeicher und steuert die Hardware so an, dass daraus das gewünschte Bildsignal entsteht. JKCEMU visualisiert das auf diese Art und Weise entstandene Bildsignal.

1.2. Kassettenrecorderanschluss

Der Kassettenrecorderanschluss wird ausgangsseitig vom gleichen CTC-Kanal bedient, der auch die Zeilensynchronimpulse (HSync-Impulse) für die Bildschirmausgabe liefert. Aus diesem Grund hören Sie (normalerweise) ein Pfeifen, wenn Sie eine Audio-Funktion zur Ausgabe von Tönen aktivieren. Das Pfeifen sind die mit halber Frequenz ausgegebenen Zeilensynchronimpulse. Erst beim BASIC-Befehl SAVE werden die für die Datenspeicherung bekannten Töne erzeugt. Sobald das BASIC-Programm auf dem Kassettenrecorderanschluss ausgegeben wurde, wird die Bildausgabe wieder aktiv, und Sie hören auch wieder das Pfeifen.

Da die HSync-Impulse stören können, vorallem wenn man das BASIC-Programm in eine Sound- bzw. Tape-Datei speichern möchte, gibt es in den Einstellungen die Option HSync-Signale aus Audioausgabe entfernen. Ist die Option eingeschaltet, was standardmäßig der Fall ist, werden sie HSync-Impulse herausgefiltert und Sie hören nur die eigentliche Tonausgabe.

Achtung! BASIC-SE 2.4 enthält keine Unterstützung für das Speichern und Laden auf Kassette. Die Befehle LOAD und SAVE springen zur Adresse 0800 bzw.0803, d.h., außerhalb des ROM-Bereichs. Man kannt dort seine eigenen Routinen zum Laden und Speichern installieren. Da sich dort aber standardmäßig kein gültiger Programmcode befindet, führen die Befehle LOAD und SAVE zu einem undefinierten Verhalten.

2. Im ROM enthaltene Software

Je nach Einstellung:

2.1. Hinweise zu BASIC-SE 3.1 und S/P-BASIC V3.3


3. Sonstiges

3.1. Speichern und Laden von BASIC-Programmen

Speichern Sie die BASIC-Programme mit der entsprechenden Funktion des Emulator (Menü DateiBASIC-Programm speichern...). Da das BASIC-Programm abhängig von der sichtbaren Zeilenzahl eventuell auf eine andere Adresse wieder eingeladen werden muss, sollte die Ladeadresse nicht in der Datei stehen. Verwenden Sie deshalb am besten Speicherabbilddateien ohne Kopfdaten (BIN-Dateien).

Beim Laden eines BASIC-Programms sollten Sie immer so vorgehen, dass der Dialog mit den Ladeoptionen angezeigt wird. JKCEMU ermittelt nämlich die zu verwendende Ladeadresse und schreibt sie in das entsprechende Feld in den Ladeoptionen. Dazu muss aber der Dialog auch angezeigt werden. Bei Speicherabbilddateien ohne Kopfdaten ist das immer der Fall.

© 2009-2016 Jens Müller